
Die großen deutschen Forschungsorganisationen äußern sich zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise
In einer gemeinsamen Stellungnahme schlagen die Präsidenten von Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Fraunhofer-Gesellschaft Strategien zum zukünftigen Umgang mit der Infektionskrankheit vor. Ziel müsse es sein, die Zahl der Neuinfektionen so weit zu senken, dass die Kontakte von Infizierten wieder effektiv verfolgt und Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden können, heißt es in der Stellungnahme. Dann sei es möglich, unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen auch die Kontaktbeschränkungen zu lockern. Für diese sogenannte adaptive Phase sei außerdem ein weiterer Ausbau der Test- und Tracingkapazitäten nötig.
Die Aussagen beruhen auf den bisher vorliegenden Daten zur Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und auf Modellrechnungen, die den weiteren Verlauf der Pandemie unter verschiedenen Bedingungen vorhersagen.
Die Aussagen beruhen auf den bisher vorliegenden Daten zur Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und auf Modellrechnungen, die den weiteren Verlauf der Pandemie unter verschiedenen Bedingungen vorhersagen.
Quelle: Max-Planck-Gesellschaft
Spinosaurier schwammen mit Schwanzantrieb
Dabei benutzten die vierbeinigen Urzeit-Reptilien, die eigentlich an Land lebten, den Körperfortsatz wie ein Paddel, um Vortrieb zu erzeugen. Zu diesem Schluss kommen Forschende aus den USA, die zum ersten Mal die versteinerten Knochen eines Spinosaurier-Schwanzes untersuchen konnten. Bisher waren nur Fossilien gefunden worden, bei denen dieser Teil des Körpers fehlte. Im Fachmagazin Nature beschreiben die Wissenschaftler, dass die besonders großen Wirbelknochen den Schwanz zu einem effektiven Fortbewegungsmittel machten, ähnlich wie der von Krokodilen. Die fleischfressenden Spinosaurier könnten so auch im tieferen Wasser gejagt haben, vermuten die Forschenden.
Quelle: Nature
Ein Studie aus China hat die Wirkung von Tocilizumab bei COVID-19-Patienten untersucht
21 schwer erkrankte Personen wurden dabei mit einem Antikörper behandelt, der verhindern soll, dass das Immunsystem nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus überreagiert. Bei allen Patienten waren zuvor die Entzündungswerte stark erhöht, was auf eine solche überschießende Immunreaktion hindeutet. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin PNAS berichten, ging bei den Probanden innerhalb eines Tages nach der Medikamenten-Gabe das Fieber zurück. Bei 15 verbesserte sich nach der Behandlung die Sauerstoffaufnahme und bei 19 verschwanden Schäden in der Lunge wieder. Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Alle Patienten konnten nach spätestens 31 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Tocilizumab ist ein Medikament, das eigentlich zur Behandlung von Rheuma entwickelt wurde und dafür bereits zugelassen ist. Weitere Studien mit dem Wirkstoff laufen, auch in Deutschland nehmen Kliniken daran teil.
Tocilizumab ist ein Medikament, das eigentlich zur Behandlung von Rheuma entwickelt wurde und dafür bereits zugelassen ist. Weitere Studien mit dem Wirkstoff laufen, auch in Deutschland nehmen Kliniken daran teil.
Quelle:PNAS
Die Datenbank MarinEARS ist online
Darin sind Lärm-Messdaten von mehr als 25 Millionen Hammerschlägen erfasst, die beim Bau von 2. 500 Windkraftanlagen vor der deutschen Küste unter Wasser ausgeführt wurden. Weil der Unterwasserlärm Tiere wie Schweinswale verletzen kann, müssen die Errichter von Windparks bei den Bauarbeiten entsprechende Messungen durchführen. In 750 Metern Entfernung von der Quelle darf der Schall nicht stärker als 160 Dezibel sein.
Das Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie stellt diese Daten jetzt im Internet zur Verfügung.
Das Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie stellt diese Daten jetzt im Internet zur Verfügung.
Quelle: MarinEARS
Die Reaktion auf Gerüche könnte ein Signal für Bewusstsein sein
Darauf weist eine Studie israelischer Wissenschaftlerinnen mit 43 Koma-Patienten hin, die schwere Hirnschäden erlitten hatten und nicht ansprechbar waren. Die Forschenden konnten zeigen, dass Personen, die auf angenehme und unangenehme Gerüche wie von Shampoo und verdorbenem Fisch noch mit Schnüffeln reagierten, das Bewusstsein bald wieder erlangten. Dabei sogen sie mehr Luft durch die Nase ein. Patientinnen, bei denen das Schnüffeln ausblieb, hatten eine schlechtere Prognose und überlebten die Verletzung seltener. Das berichten die Forschenden im Fachjournal Nature.
Sie schlussfolgern, dass die Reaktion auf Gerüche als Diagnose-Werkzeug bei nicht ansprechbaren Personen geeignet sein könnte, um über den weiteren Therapieverlauf zu entscheiden. Da der Geruchssinn im Gehirn in einer Region liegt, die für körperliche Erregung zuständig ist, könnte seine Funktionsfähigkeit anzeigen, dass das Organ noch in der Lage ist, in einen bewussten Zustand zurückzukehren.
Sie schlussfolgern, dass die Reaktion auf Gerüche als Diagnose-Werkzeug bei nicht ansprechbaren Personen geeignet sein könnte, um über den weiteren Therapieverlauf zu entscheiden. Da der Geruchssinn im Gehirn in einer Region liegt, die für körperliche Erregung zuständig ist, könnte seine Funktionsfähigkeit anzeigen, dass das Organ noch in der Lage ist, in einen bewussten Zustand zurückzukehren.
Quelle: Nature
Forschende aus Potsdam haben die bisher größten künstlichen Mehrfachzucker hergestellt
Mit einem speziellen Syntheseverfahren gelange es, eine unverzweigte Zuckerkette mit 100 Bausteinen sowie eine verzweigte Kette aus 151 Einzelzuckern zu erzeugen. Das ist aktuell ein Weltrekord. Die Herstellung des unverzweigten Mehrfachzuckers in einem Kohlenhydrat-Syntheseautomaten am Max-Planck-Insitut für Kolloid- und Grenzflächenforschung dauerte 188 Stunden.
Durch die gesteuerte Zusammensetzung solch langer Zucker-Moleküle wird es möglich, ihre Eigenschaften und Funktionen zu untersuchen. In der Natur kommen sie etwa als Zellulose in Pflanzen oder Chitin im Panzer von Insekten vor. Es ist aber sehr schwierig, ausreichend große Mengen davon zu isolieren. Ihre Arbeit stellen die Forschenden im Journal der American Chemical Society vor.
Durch die gesteuerte Zusammensetzung solch langer Zucker-Moleküle wird es möglich, ihre Eigenschaften und Funktionen zu untersuchen. In der Natur kommen sie etwa als Zellulose in Pflanzen oder Chitin im Panzer von Insekten vor. Es ist aber sehr schwierig, ausreichend große Mengen davon zu isolieren. Ihre Arbeit stellen die Forschenden im Journal der American Chemical Society vor.
Quelle: JACS