Die Badische Staatskapelle Karlsruhe Auf nach Carols-Ruhe
Der Legende nach soll Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach einst bei einem Jagdausritt im Hardtwald eingeschlafen sein. Er träumte von einem prachtvollen Schloss, das im Zentrum seiner neuen Residenz liegen sollte und von dem die Straßen der Stadt gleichsam wie Sonnenstrahlen wegführten. Karl Wilhelm ließ sich seinen Traum am Reißbrett entwerfen und gründete die nach ihm benannte Planstadt Karlsruhe am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung des Schlosses.
Mittelpunkt der Stadt: das Schloss in Karlsruhe (picture alliance / dpa / Uli Deck)
Eigentlich sollten gleich nach dessen Fertigstellung die Musiker seiner Hofkapelle mit dort einziehen, doch die murrten und wollten lieber in der alten Residenz ihren Dienst verrichten. Ein Machtwort des absolutistischen Herrschers klärte dann schnell die Befindlichkeiten. So hat die 300 Jahre junge Stadt ein Orchester, das einige Jahrzehnte älter als die Metropole ist. Aus dem Kulturleben der lebendigen Großstadt ist die Badische Staatskapelle Karlsruhe heute als Imageträger und Aushängeschild mit ihren vielfältigen Aktivitäten nicht mehr wegzudenken.