
Für den 1960 geborenen Kunsthistoriker Paul Spies liegt der Schlüssel zum Erfolg eines Museums in der publikumsbezogenen Arbeit. Das Märkische Museum hält er für ein Juwel. Das Haus fristete allerdings lange Zeit ein Schattendasein und reiht sich damit in die lange Liste von Stadtmuseen ein, denen es häufig nicht gelingt, große Besucherströme anzuziehen. Muss das so sein? Und schafft man sich nicht durch eine Dauerausstellung im Humboldt-Forum über die ,Welt. Stadt. Berlin' eine zusätzliche Konkurrenz? Paul Spies’ Rezept lautet ungefähr so: Nicht auf Objekte setzen, sondern auf Erzählungen. Ein Gespräch über Stadtgeschichte(n) und passende Museumskonzepte und die Frage, wie man Städte liest.