
Peter Dabrock plädierte dafür, angesichts der Bedrohungslage möglichst viele "Rationalitätsfilter" einzuschalten. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Anschlags zu werden, sei extrem gering. Es sei eine wichtige Aufgabe der Kirche, nicht den Hass der Religionen untereinander zu schüren. Dabrock begrüßte erste Stellungnahmen seitens katholischer Würdenträger.
Es müssten gemeinsam Diskurse auch über das "Gewaltpotenzial" geführt werden, das in jeder Religion stecke. Nur so könne dieses Gewaltpotenzial "minimalisiert werden" und "Religion zu einem menschen- und gesellschaftsdienlichen Phänomen" werden. Religionen hätten auch ein "friedensstiftendes Potenzial". Peter Dabrock ist Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik an der Uni Erlangen-Nürnberg und auch Vorsitzender des Deutschen Ethikrates.
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