Zu Unrecht unter Generalverdacht?
Wie Muslime über aktuelle Fragen des Islam diskutieren
Live aus der Abu Bakr Moschee Frankfurt/Main
Gesprächsgäste:
Abdel-Hakim Ourghi, Islamwissenschaftler, Pädagogischen Hochschule Freiburg
Bacem Dziri, Islamwissenschaftler, Universität Osnabrück
Saber Ben Neticha, Islamwissenschaftler, Universität Frankfurt
Mitglieder der muslimischen Studentengruppe Heidelberg
Am Mikrofon: Jürgen Wiebicke
Hörertel.: 00800 - 4464 4464
laenderzeit@deutschlandfunk.de
Die Frage, ob der Islam nun zu Deutschland gehört oder nicht und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, wird zur Zeit ebenso engagiert diskutiert, wie die Frage, ob die muslimische Religion den Terror bedingt, der in ihrem Namen ausgeübt wird. Doch die Diskussionen finden in der Regel zwischen Nicht-Muslimen statt. In den gängigen Talkshows sind Muslime meist in der Unterzahl, werden aufgefordert, sich von den Terroranschlägen zu distanzieren oder sich zu theologischen Grundsätzen zu äußern, etwa dazu, dass der Islam eine "Aufklärung" vergleichbar mit der christlichen Aufklärung im 17. / 18. Jahrhundert brauche. Dabei geraten sie oft in die schwierige Situation, sich verteidigen zu müssen für Dinge, die sie nicht zu verantworten oder zu bestimmen haben.
Wir wollen eine 'Länderzeit' gestalten, in der ausschließlich Muslime zu Wort kommen, die von ihrem Leben in Deutschland, von ihren Überlegungen, ihren Ängsten und ihren Ideen für ein gemeinsames Miteinander berichten.