Virusinfektion
Masernausbrüche und sinkende Impfquoten: Experten warnen vor Katastrophe in den USA

Nach dem Tod eines Kindes durch eine Masern-Infektion in den USA warnen dort Experten vor sinkenden Impfraten. Der neue Gesundheitsminister Kennedy wiegelt ab.

    Ein Hinweisschild vor dem Seminole Hospital District, USA, informiert über das Angebot von Masern-Tests.
    Ungeimpftes Kind stirbt nach Masernausbruch in den USA. (Julio Cortez/AP/dpa)
    Seit Anfang des Jahres wurden allein in Texas und New Mexico mehr als 130 Masernfälle registriert. Der renommierte Kinderarzt und Infektiologe Paul Offit sagte dazu, die Masern seien der Vorbote einer bevorstehenden Gesundheitskrise. Ähnlich äußerten sich andere Mediziner.
    Der neue US-Gesundheitsminister Kennedy erklärte hingegen, die Zahlen seien nicht ungewöhnlich. Es gebe jedes Jahr Masernausbrüche.
    Durch Impfungen waren die Masern nahezu ausgerottet. Infolge der Covid-Pandemie ging die Impfquote jedoch zurück, weil das Misstrauen gegenüber den Gesundheitsbehörden und Pharmaunternehmen wuchs.
    Auch Kennedy hat sich in der Vergangenheit kritisch geäußert. Der 71-jährige Jurist verbreitete etwa unbelegte Behauptungen über angebliche Impfrisiken. So machte er Kinderimpfungen für Autismus verantwortlich und bezeichnete die Anti-Corona-Vakzine als die "tödlichsten jemals hergestellten" Impfungen.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.