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Er warf den Europäern abermals vor, die Vereinigten Staaten auszunutzen. Trump hatte zuletzt eine Anordnung unterschrieben, wonach überall dort die Abgaben auf Einfuhren angehoben werden sollen, wo die USA derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner. Es spiele dabei keine Rolle, ob es sich dabei um strategische Konkurrenten wie China oder um Verbündete wie die Europäische Union handele, so das Weiße Haus. Die Zölle sind noch nicht in Kraft. Der Republikaner wies sein Team an, entsprechende Strafmaßnahmen auszuarbeiten.
EU will schnell reagieren
In der Europäischen Union werden derzeit für US-Fahrzeuge zehn Prozent Zoll verlangt, umgekehrt nur 2,5 Prozent auf Pkw aus der EU fällig werden. Die Europäische Kommission kündigte in Brüssel bereits Reaktionen an. Der für Industrie und den EU-Binnenmarkt zuständige EU-Kommissionsvize Stéphane Séjourné bekräftigte auf X: "Europa wird reagieren, sofort und entschlossen." Schranken für fairen Handel seien insbesondere zwischen Partnern ungerechtfertigt und schadeten Verbrauchern in den USA und der EU.
Drohungen als Verhandlungstaktik
Washington hatte Mitte Februar ihren Kurs in der Handelspolitik verschärft und Gegenzölle angekündigt. Die wechselseitigen Abgaben bedeuten, dass die USA dort Zölle anheben, wo sie derzeit weniger fordern als ihre Handelspartner. Dies droht Experten zufolge, eine protektionistische Eskalation in Gang zu setzen und die Inflation wieder anzufachen.
Trump benutzt Zolldrohungen immer wieder als Verhandlungstaktik und wirft ständig Zahlen in den Raum. Bereits vor einigen Tagen hatte er gesagt, dass er auf den Import von Autos in die USA Zölle in Höhe von 25 Prozent erheben wolle. Eine konkrete Ankündigung hatte für den 2. April in Aussicht gestellt.
Diese Nachricht wurde am 26.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.