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Libyen
16 Anklagen im Zusammenhang mit Flutkatastrophe in Darna

Im Zusammenhang mit den verheerenden Dammbrüchen in Libyen sind 16 Menschen angeklagt worden.

    Das Archivbild zeigt Straßen, die durch die Überschwemmungen zerstört wurden.
    Nach der Flutkatastrophe in der lybischen Stadt Darna wurden acht Menschen festgenommen (Archivbild). (Jamal Alkomaty/AP/dpa)
    Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft handelt es sich um Vertreter von regionalen sowie landesweit arbeitenden Behörden. Diese waren unter anderem für die Wartung der Dämme im Land verantwortlich. Acht der Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen werden Misswirtschaft, Fahrlässigkeit und andere Vergehen vorgeworfen. Unter ihnen ist auch der bereits abgesetzte Bürgermeister der Stadt Darna.
    Die in den 1970er Jahren in der Nähe von Darna errichteten Staudämme waren vor zwei Wochen nach heftigen Regenfällen geborsten, woraufhin sich die Wassermassen in die Stadt ergossen und etwa ein Viertel des Gebiets unter Wasser setzten. Die Weltgesundheitsorganisation registrierte bislang mehr als 4.000 Tote, der libysche Rote Halbmond sprach von 11.300 Toten. Nach Angaben des UNO-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe werden noch Tausende Menschen vermisst.
    Diese Nachricht wurde am 25.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.