
Ein britisches Anwaltsteam kündigte Ziviklagen gegen das Kaufhaus von mindestens 37 Frauen aus der ganzen Welt an. Einige seien zum Tatzeitpunkt noch minderjährig gewesen. Den Anwälten der mutmaßlichen Opfer zufolge erstreckte sich der nach ihren Worten "systematische Missbrauch" über einen Zeitraum von 25 Jahren - "mit dem Wissen von Harrods". Gestern hatte der britische Sender BBC eine Dokumentation ausgestrahlt, in der mehrere Frauen über Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe durch Al-Fayed berichten.
Der ägyptische Unternehmer hatte das Luxus-Kaufhaus Harrods 2010 für rund zwei Milliarden Euro an einen Investitionsfonds des Emirats Katar verkauft. Im vergangenen Jahr war er im Alter von 94 Jahren gestorben. Mohamed Al-Fayed war der Vater von Dodi Al-Fayed, der 1997 gemeinsam mit Diana, der geschiedenen Frau des damaligen britischen Thronfolgers Prinz Charles, bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen war.
Diese Nachricht wurde am 21.09.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.