"Sehen statt hören"
Angebot des BR-Fernsehens in Deutscher Gebärdensprache feiert Jubiläum

Das bis heute einzige Fernsehangebot in Deutscher Gebärdensprache feiert Jubiläum. "Sehen statt Hören" wurde vor 50 Jahren, am 5. April 1975, erstmals im BR-Fernsehen ausgestrahlt. In dem Magazin geht es nach Angaben des Bayerischen Rundfunks vor allem um Geschichten von gehörlosen Menschen.

    Das BR-Logo am Funkhaus des Bayerischen Rundfunks in München
    "Sehen statt Hören" wird seit 50 Jahren vom Bayerischen Rundfunk produziert. (picture alliance / SVEN SIMON / Frank Hoermann / SVEN SIMON)
    Inzwischen seien mehr als 2.100 Ausgaben entstanden. Am Anfang führte Elke Grassl, eine hörende Gehörlosenlehrerin, mit lautsprachbegleitenden Gebärden durch die Sendung. Ab 1990 moderierte der gehörlose Jürgen Stachlewitz und verwendete regelmäßig Gebärdensprache. Sie sei damals zum Teil als "Affensprache" verglimpft worden, schreibt der BR in einer Pressemitteilung. Erst 2002 wurde die Gebärdensprache offiziell als eigene Sprache neben Deutsch anerkannt.
    In der Jubiläums-Sendung von "Sehen statt Hören" werden unter anderem Ausschnitte aus früheren Sendungen gezeigt. "Sehen statt Hören" wird jeden Samstag ausgestrahlt und von allen Dritten Programmen der ARD sowie von ARD alpha und 3sat übernommen.
    Diese Nachricht wurde am 06.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.