Drogen
Apothekerverbände kritisieren Teillegalisierung von Cannabis

Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Preis, hat die Teillegalisierung von Cannabis kritisiert. Das ganze Ausmaß der Probleme werde die Gesellschaft erst in ein paar Jahren treffen, sagte Preis der "Rheinischen Post".

    Ein junger Mann raucht einen Joint.
    Ein junger Mann raucht einen Joint. Die Kritik an der Teillegalisierung von Cannabis hält an. (picture alliance / SvenSimon / Frank Hoermann / SVEN SIMON)
    Die Trivialisierung des Cannabis-Konsums führe zu mehr Konsum und mehr medizinischen und sozialen Problemen. Der Suchtforscher Jakob Manthey erklärte indes im Deutschlandfunk, dass aktuelle Umfragen bisher nicht darauf hindeuteten, dass der Cannabis-Konsum durch die Teil-Legalisierung angestiegen sei.
    Die frühere Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Bätzing-Lichtenthäler, sprach sich für mehr Prävention aus. Das sei eine Aufgabe der neuen Bundesregierung, sagte sie der KNA. Man müsse Legalisierung, wirkungsvolle Aufklärung, Jugendschutz und Prophylaxe stets zusammendenken. Der amtierende Drogenbeauftragte Blienert hatte erklärt, die Legalisierung leiste einen wichtigen Beitrag zum ehrlicheren Umgang mit Drogen. Die Entstigmatisierung helfe, über die Auswirkungen des Konsums zu reden.
    Seit dem 1. April 2024 ist der Konsum von Cannabis in Deutschland legal. Erwachsene ab 18 Jahren dürfen seitdem bis zu 25 Gramm Cannabis zum eigenen Verbrauch bei sich haben und zu Hause bis zu 50 Gramm aufbewahren. Im Eigenanbau sind drei Pflanzen erlaubt. CDU und CSU hatten im Wahlkampf angekündigt, die Teillegalisierung wieder abzuschaffen.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.