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München
Auf dem Oktoberfest könnte es schon dieses Jahr kostenloses Trinkwasser für alle geben

Auf dem Oktoberfest in München könnte es vielleicht schon in diesem Jahr kostenloses Trinkwasser für alle Besucherinnen und Besucher geben.

    Über den hereinströmenden Besuchern hängen zwei Banner mit der Aufschrift "Willkommen zum Oktoberfest". Im Hintergrund ein Riesenrad und weitere Schausteller-Geschäfte.
    Auf dem Oktoberfest sollen kostenlose Trinkwasserstellen eingerichtet werden: So steht es im fraktionsübergreifenden Antrag für den Stadtrat. (Felix Hörhager/dpa)
    In einem gemeinsamen Antrag mehrerer Stadtratsfraktionen heißt es, in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken München sollten auf dem Oktoberfest Trinkwasserstellen eingerichtet werden: "Dies soll, wenn möglich, bereits zur Wiesn 2023 passieren."

    "Die Chancen auf Umsetzung stehen gut"

    Münchens Oberbürgermeister Reiter (SPD) sagte, das sei die richtige Idee zur richtigen Zeit. Der Antrag wird mitgetragen von den Fraktionen SPD/Volt, CSU/Freie Wähler, Grüne/Rosa Liste und FDP/Bayernpartei.
    SPD-Stadtrat Hefter sagte dem Deutschlandfunk, die Abstimmung könnte bis zum Ende der Sommerferien in Bayern erfolgen: "Die Chancen auf Umsetzung stehen gut. Eine Mehrheit im Stadtrat ist sicher, und die Stadtwerke München haben bereits signalisiert, dass der Trinkwasserplan umsetzbar ist."

    Steigende Getränkepreise

    Hintergrund des Vorstoßes sind die steigenden Preise für Getränke auf dem Oktoberfest. Die Maß Bier soll dieses Jahr zwischen 12,60 Euro und 14,90 Euro kosten. Der Durchschnittspreis für einen Liter Tafelwasser in den Bierzelten liegt bei rund zehn Euro.
    In dem fraktionsübergreifenden Antrag heißt es, die Wiesn solle ein Volksfest für alle Menschen bleiben. Kostenlose Wasserstellen seien gerade für Jugendliche, Familien mit Kindern und ältere Menschen praktisch, die nicht unbedingt eines der Zelte besuchen wollten. Auf großen Festivals habe man damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.