Klimaschutz
Auftakt für Moorvernässung in Brandenburg

Als Beitrag zum Klimaschutz wird das Sernitzmoor bei Angermünde im Osten Brandenburgs renaturiert. Zum Auftakt erklärte die geschäftsführende Bundesumweltministerin Lemke, das Vorhaben sei ein Leuchtturmprojekt, das natürlichen Klimaschutz und nachhaltige Landnutzung zusammenbringe.

    Cem Özdemir (r-l), geschäftsführender Bundeslandwirtschaftsminister und Steffi Lemke, geschäftsführende Bundesumweltministerin starten mit symbolischen ersten Spatenstichen die so genannte Wiedervernässung des Sernitzer Moores.
    Start der Wiedervernässung des Sernitzmoores (picture alliance / dpa / Soeren Stache)
    Die Wiedervernässung von Mooren sei für den Schutz des Klimas wichtig, betonte die Grünen-Politikerin. Intakte Moore speicherten Kohlenstoff und seien einzigartige Lebensräume für viele bedrohte Arten. Die Bewirtschaftung von Mooren mit angepassten Techniken schaffe verlässliche und nachhaltige Einkommensquellen. Der geschäftsführende Bundesagrarminister Özdemir - ebenfalls von den Grünen - erklärte, es müssten gemeinsam mit allen Akteuren zukunftsgerichtete Lösungen gefunden werden, die sich auch für die Landwirtschaft finanziell lohnten.
    Laut Bundesagrarministerium verursachen entwässerte Moore rund sieben Prozent der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland. Durch die Zersetzung von Moorböden und Torfabbau würden jährlich etwa 54 Millionen Tonnen
    CO2-Äquivalente freigesetzt.
    Das Sernitzmoor ist rund 800 Hektar groß und liegt im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.