Nach Überflutungen
Behörden melden noch 78 Vermisste in Spanien

Zehn Tage nach den Überflutungen im Osten und Süden Spaniens werden noch 78 Menschen vermisst. Das teilte die Regierung der am stärksten betroffenen Region Valencia mit. Zuletzt war die Vermisstenzahl mit 93 angegeben worden. Die vorläufige offizielle Zahl der Todesopfer liegt weiterhin bei 219.

    Spanien, Chiva: Ein Blick über ein von Überschwemmungen betroffenes Gebiet, Straßen und Häuser wurden weggespült.
    Nach den Überschwemmungen in Spanien werden immer noch 78 Menschen vermisst (Archivbild aus Chiva). (Manu Fernandez/AP/dpa)
    Laut den Regionalbehörden ist die Identität von 40 geborgenen Toten noch nicht klar. Es wird befürchtet, dass einige Menschen auch ins Mittelmeer gespült worden sein könnten. Die Sucharbeiten wurden forgesetzt. Immer noch sind einige Orte von Schlamm bedeckt. Zahlreiche Gebäude sind weiterhin nicht oder nur schwer zugänglich, da die Eingänge zum Teil nach wie vor durch Autowracks und Hausrat blockiert sind.
    In Valencia hatte es am Dienstag voriger Woche in einigen Ortschaften innerhalb weniger Stunden so viel Regen gegeben wie sonst in einem Jahr.
    Aus einigen spanischen Regionen wurden neue Unwetter gemeldet. So gab es in der vergangenen Nacht starke Niederschläge und Überschwemmungen in der Region Katalonien. In dem bei Urlaubern beliebten Fischer- und Künstlerdorf Cadaqués an der Costa Brava rissen Wassermassen etwa 30 Fahrzeuge in den Fluss, wie die Bürgermeisterin mitteilte.
    Diese Nachricht wurde am 08.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.