Nach Kürzungen
Berliner Theater wie Volksbühne und Deutsches Theater bereiten sich offenbar auf Privatisierung vor

Die landeseigenen Theater in Berlin könnten neu organisiert werden. Derzeit werde ein Wechsel in der Rechtsform diskutiert, zitiert der Rundfunk Berlin-Brandenburg aus einer Mail von Kulturstaatssekretärin Wedl-Wilson. Im Gespräch ist offenbar eine mögliche Privatisierung.

    Demonstrierende fordern bei einer Protestveranstaltung unter dem Motto #BerlinIstKultur mit Plakaten "Kulturabbau verhindern!"
    Die Berliner Kulturszene muss - trotz Protest - mit Kürzungen klar kommen. (picture alliance / Metodi Popow / M. Popow)
    Es geht um das Deutsche Theater, die Volksbühne, das Maxim-Gorki, das Theater an der Parkaue sowie das Konzerthaus. Nach Informationen des RBB soll auch eine gemeinnützige GmbH oder eine Stiftung diskutiert werden - ähnlich wie bei den drei Opernhäusern der Hauptstadt, die zusammen mit dem Staatsballett und dem übergreifenden Bühnenservice in der Stiftung "Oper in Berlin" gebündelt sind.
    Die Berliner Verwaltung verwies auf Anfrage des RBB lediglich auf den laufenden "Kulturdialog" zwischen dem Senat und den Theatern. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet, dass sich bei einer Neuorganisation die Arbeitsbedingungen verschlechtern und Stellen gestrichen werden. An den fünf Bühnen sind dem Bericht zufolge derzeit rund 1.100 Menschen beschäftigt.
    Angesichts leerer öffentlicher Kassen kommt es bundesweit zu deutlichen Einschnitten in den Kulturetats. Einige Theater sind in ihrer Existenz bedroht.

    Mehr zum Thema:

    "Es wird happig": Zu den Folgen der Kürzungen im Berliner Kulturetat
    Kürzungen der Gelder: Städte sparen bei der Kultur – Hamburg tanzt aus der Reihe
    Diese Nachricht wurde am 04.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.