Gesundheit
Beträchtliche Feinstaub-Emissionen durch Osterfeuer

Die in weiten Teilen Deutschlands gängigen Osterfeuer verursachen nach Angaben des Umweltbundesamts ähnlich hohe Feinstaubemissionen wie die Feuerwerke an Silvester. Bei Brauchtumsfeuern, zu denen insbesondere Osterfeuer zählen, entstanden demnach 2023 schätzungsweise 1.200 Tonnen Feinstaub. Beim Silvesterfeuerwerk waren es 1.150 Tonnen.

    Besucher stehen an Gründonnerstag in Aschersleben auf der Festwiese, wo ein Osterfeuer entzündet wurde.
    Osterfeuer in Aschersleben (dpa/picture alliance/Matthias Bein)
    Feinstaub schade unabhängig von der vorhandenen Konzentrationshöhe der Gesundheit, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Die feinen Partikel könnten durch Nase und Mund in die Lunge gelangen und die Lungenbläschen und den Blutkreislauf erreichen und schädigen. Wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt, gehen Schätzungen von bundesweit 10.000 bis 20.000 Osterfeuern pro Jahr aus. Besonders verbreitet sind sie in ländlichen Gebieten und in Regionen mit starken Brauchtumstraditionen, wie in Norddeutschland.
    An die großen Verursacher von Feinstaub reichen aber weder Osterfeuer noch Silvesterfeuerwerk heran: Der Straßenverkehr verursachte 2023 laut Bundesamt 16.300 Tonnen davon, die Holzfeuerung 12.500 Tonnen.
    Diese Nachricht wurde am 19.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.