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Libyen
2.000 Tote durch Sturmtief "Daniel" befürchtet

Im Osten Libyens sind bei heftigen Überschwemmungen infolge eines Sturmtiefs womöglich hunderte Menschen ums Leben gekommen. Einer der herrschenden Regierungschefs spricht sogar von 2.000 befürchteten Todesopfern und 1.000 Vermissten.

    Ein Auto fährt durch das kniehohe Wasser, ein Mann watet hindurch. Auf einer Terasse vor einem Gebäude dahinter stehen ein Jugendlicher und ein älterer Mann.
    Hochwasser in Libyen. (AFP / MAHMUD TURKIA)
    Bislang war in Medien von etwa 150 Toten die Rede. Das Sturmtief Daniel hatte seit gestern Teile Bengasis und anderer Städte in der Region unter Wasser gesetzt. Hunderte Menschen sind in schwer zugänglichen Gebieten von der Außenwelt abgeschnitten. Zudem sorgten die Starkregenfälle für erhebliche Sachschäden. "Daniel" war zuvor über Griechenland, die Türkei und Bulgarien hinweggezogen.
    Die griechischen Behörden warnen inzwischen vor Seuchengefahren. In vielen Ortschaften gibt es nach wie vor keine Strom- und Trinkwasserversorgung. Die Feuerwehr rettete bisher nach eigenen Angaben fast 4.500 Menschen. Es werden immer noch Menschen vermisst. Die Zahl der Toten durch die Flut lag zuletzt bei 15.
    Diese Nachricht wurde am 11.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.