02. April 2025
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Gewaltkriminalität in Deutschland hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Das geht aus der Kriminalstatistik hervor, die Bundesinnenministerin Faeser vorgestellt hat.

Ulrich Mäurer, Senator fuer Inneres Bremen und IMK-Vorsitzender, Nancy Faeser, geschaeftsfuehrende Bundesministerin fuer Inneres, und Holger Münch, Praesident des Bundeskriminalamts, stellen die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 in Berlin vor.
Ulrich Mäurer, Senator für Inneres in Bremen, Nancy Faeser, geschäftsführende Bundesinnenministerin, und Holger Münch, BKA-Präsident stellen die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) vor. (picture alliance / photothek.de / Juliane Sonntag)
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG resümiert:
"Die Gewaltkriminalität in Deutschland steigt in bedenklichem Maß. Vergewaltigung, Tötung, Mord, schwere Körperverletzung – mehr als 600 solcher Straftaten pro Tag wurden im vergangenen Jahr angezeigt. Beginnen muss der effektivere Kampf gegen Gewalt damit, gezielter gegen deren Wurzeln vorzugehen. Die Politik muss sich viel stärker um jene Gruppen kümmern, die besonders auffällig sind. Unter den Tatverdächtigen sind viele Minderjährige sowie Menschen, die keinen deutschen Pass haben."
Die STUTTGARTER ZEITUNG geht auf die Zunahme der Kinder- und Jugendgewalt ein:
"Die Statistik verrät, was in Familien und in der Schule schief läuft. Kriminologen sprechen in diesem Zusammenhang auch von einer 'Tiktokisierung der Gewaltkriminalität'. Wer sein Bild von der Welt vorzugsweise aus Videoschnipseln gewinnt, die häufiger dazu dienen, Mitmenschen zu verhöhnen, als ihnen Respekt zu bekunden, der wird für Zoff geradezu programmiert."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE unterstreicht:
"Die so schlichte wie wahre Botschaft lautet: Konflikte löst man nicht über das Recht des Stärkeren, sondern über Kommunikation. Und die lässt sich lernen. Eine Erziehung, die auf Gleichberechtigung fußt, kann nicht nur der Gewalt durch Kinder und Jugendliche vorbeugen, sondern auch im Erwachsenenalter fortwirken. Sie ist damit ein wichtiger Baustein, um endlich auch die erneut gestiegene Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen."
Zu den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD schreibt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG:
"Tatsächlich setzen Union und SPD jede Menge falsche Prioritäten. Mütterrente, Tariftreuegesetz, Rentenhaltelinie sind nur einige Stichworte. Leistungen und Regulierungen im Namen des Sozialen geben ein falsches Gefühl von Sicherheit. In der aktuellen Lage wäre es vielmehr geboten, private Investoren mit einem wettbewerbsfähigen Steuerrecht zu ermutigen, damit ein Aufbruch gelingt, von dem am Ende alle profitieren."
Skeptisch äußern sich auch die NÜRNBERGER NACHRICHTEN:
"Es ist - noch jedenfalls - kein wirklicher Aufbruch zu sehen. Kein Signal dafür, dass die künftige Regierung erkannt hat, was auf dem Spiel steht. Dabei haben das alle Beteiligten vor der Wahl und auch unmittelbar danach immer wieder betont."
Und die FREIE PRESSE aus Chemnitz überlegt:
"Wenn CDU-Chef Merz die Menschen im Land überzeugen will, geht das nur noch mit politischen Erfolgen. Er muss die irreguläre Migration begrenzen. Er muss jenseits der Ausgaben für Verteidigung und Investitionen auch sparen. Es muss ihm gelingen, das Land unter schwierigen weltwirtschaftlichen Bedingungen aus der ökonomischen Krise zu führen."