
Grund dafür sind demnach die Löcher, die von den Käfern ins Totholz gefressen werden. Forschende der Freien Universität Amsterdam haben diese Fraßspuren im Labor imitiert, indem sie morsche Fichtenstämme mit Bohrern bearbeiteten. Bei den nachfolgenden Brenn-Experimenten zeigte sich, dass Holz mit Löchern schneller Feuer fing und außerdem länger brannte und schwelte.
Dadurch verbrannte in kürzerer Zeit mehr Holz, sodass auch mehr Kohlendioxid und Kohlenmonoxid freigesetzt wurden als beim Verbrennen von nicht befallenem Holz. Diese Erkenntnisse gelten laut dem Forscherteam zunächst nur für totes Holz. Weil es aber in europäischen Wäldern sehr viel davon gebe, könne man davon ausgehen, dass ein Borkenkäfer-Befall für mehr Schadstoff-Emissionen bei Waldbränden sorge.
Diese Nachricht wurde am 12.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.