Antrittsbesuch
Britischer Premier Burnham und Kanzler Merz unterzeichnen Freundschaftsvertrag -Kampfjet-Kooperation angeboten

Mehr als sechs Jahre nach dem Brexit haben Deutschland und Großbritannien einen Freundschaftsvertrag in Kraft gesetzt. Bundeskanzler Merz und der britische Premierminister Burnham tauschten im Kanzleramt in Berlin die Ratifizierungsurkunden für den sogenannten Kensington-Vertrag aus.

    Der britische Premierminister Andy Burnham und Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer Veranstaltung in Berlin.
    Burnham und Merz (dpa / AP Photo / Ebrahim Noroozi)
    Er sieht unter anderem eine vertiefte Zusammenarbeit in der Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik und bei der Eindämmung irregulärer Migration vor.
    Geplant sind außerdem Reiseerleichterungen wie Visafreiheit für Klassenfahrten sowie eine direkte Bahnverbindung zwischen Deutschland und Großbritannien.

    "GCAP" als Alternative für FCAS-Projekt?

    Burnham bot Deutschland bei seinem Antrittsbesuch zudem überraschend die gemeinsame Entwicklung eines neuen Kampfjets an. Deutschland könne dafür in das sogenannte GCAP-Programm einsteigen, an dem schon Japan und Italien beteiligt sind. Das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS war in diesem Sommer gescheitert. Als wahrscheinlichste Alternative galt bisher eine Kooperation Deutschlands mit Schweden.
    Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.