
Laut dem Landesinnenministerium liegt das vor allem an der bundesweiten Teillegalisierung von Cannabis, die am 1. April vergangenen Jahres in Kraft getreten ist. Die Kriminalstatistik hat demnach 21.777 Fälle erfasst - 53,25 Prozent weniger als 2023 (46.586 Fälle). 2023 habe es zum Beispiel noch 34.605 sogenannte Konsumdelikte gegeben wie den Kauf von Cannabis, führte ein Sprecher aus. Da man inzwischen aber bis zu 25 Gramm Cannabis mit dabeihaben dürfe, habe sich die Schwelle des Anfangsverdachts von Handelsdelikten deutlich verlagert. Das CDU-geführte Innenministerium sieht den Rückgang zudem in den Problemen beim Verkauf von Cannabis begründet. Demnach profitieren illegale Verkäufer davon, dass die erlaubten Anbauvereinigungen und der private Eigenanbau aktuell nicht in der Lage sind, "den gleichbleibend hohen Bedarf an Cannabis" zu decken.
CDU und CSU hatten die Teil-Legalisierung von Cannabis durch die Ampel-Koalition strikt abgelehnt. SPD, Grüne und FDP beabsichtigten mit ihrem Gesetz unter anderem eine Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten und eine Entlastung von Polizei- und Justizbehörden.
Diese Nachricht wurde am 22.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.