
Sie erhielt 382 Ja-Stimmen. 204 Abgeordnete stimmten gegen sie, es gab 31 Enthaltungen. Die vermutlich künftige Regierungskoalition aus Union und SPD verfügt im Bundestag über 328 Sitze.
Die CDU/CSU-Fraktion hatte Klöckner einstimmig nominiert. Sie ist nach Annemarie Renger, Rita Süssmuth sowie ihrer unmittelbaren Amtsvorgängerin Bärbel Bas die vierte Frau, die das zweithöchste Amt im Staat bekleidet. Traditionell stellt die stärkste Fraktion im Bundestag den Präsidenten oder die Präsidentin des Parlaments.
Klöckner: „Zivilisiertes Miteinander pflegen“
In ihrer ersten Rede im neuen Amt betonte Klöckner, die freiheitliche Demokratie, wie es sie in Deutschland gebe, sei keine Selbstverständlichkeit. Daher sei es wichtig, sie mit ganzer Kraft zu verteidigen. Zugleich appellierte sie an die Abgeordneten, auch andere Meinungen auszuhalten. Zudem forderte die neue Bundestagspräsidentin größere Anstrengungen, um mehr Frauen in die Politik zu holen. Die konstituierende Sitzung des neuen Bundestages war zuvor vom dienstältesten Parlamentarier, dem Linken-Politiker Gysi, eröffnet worden.
Klöckner war von 2018 bis 2021 Bundeslandwirtschaftsministerin. Die gelernte Journalistin gehörte zwischen 2012 und 2022 zur Riege der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden und war bis zu ihrer Nominierung als Bundestagspräsidentin Schatzmeisterin ihrer Partei. Im vorherigen Bundestag war sie zudem wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion.
Diese Nachricht wurde am 25.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.