Inselrepublik
China setzt Militärmanöver rund um Taiwan fort - Kritik von USA und EU

Das chinesische Militär setzt sein Manöver rund um Taiwan fort. Dem taiwanesischen Verteidigungsministeriums zufolge wurden Dutzende Flugzeuge und Kriegsschiffe rund um die Insel gezählt. Nach Angaben Pekings dient das Manöver als Warnung und Abschreckung. Unter anderem die USA und die EU kritisierten die Übung.

    Das Foto zeigt nach Angaben des taiwanesischen Verteidigungsministeriums ein chinesisches Kriegsschiff vor der Küste.
    Das Foto zeigt nach Angaben des taiwanesischen Verteidigungsministeriums ein chinesisches Kriegsschiff vor der Küste. (dpa / Ministry Of National Defense Taiwan)
    Wie die chinesische Volksbefreiungsarmee mitteilte, übten die Einheiten im zentralen und südlichen Teil der Meerenge zwischen China und Taiwan (Taiwanstraße). Anlass sei unter anderem, präzise Angriffe auf wichtige Ziele und gemeinsame Blockaden zu trainieren, hieß es.

    China will sich Taiwan einverleiben

    Damit erhöht Peking erneut den Druck auf die Inselrepublik mit mehr als 23 Millionen Einwohnern. China zählt Taiwan zu seinem Territorium, obwohl das Land seit Jahrzehnten eine von Peking unabhängige und demokratisch gewählte Regierung hat. Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und drohte bereits mit dem Einsatz des Militärs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege funktionieren. 
    Die USA, Taiwans wichtigster Unterstützer und Waffenlieferant, verurteilten die chinesischen Manöver. "Chinas aggressive militärische Aktivitäten und Rhetorik gegenüber Taiwan verschärfen einmal mehr die Spannungen und gefährden die Sicherheit in der Region", teilte das US-Außenministerium mit. Auch Japan und die Europäische Union äußerten sich besorgt. Eine Sprecherin des Europäischen Auswärtigen Dienstes rief alle Parteien zur Zurückhaltung auf.

    Weitere Informationen:

    Chinesisches Militäraufgebot rund um Taiwan: ”Warnung an Separatisten” (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.