
Der deutsche Spitzensport ist nicht ausreichend auf die Zukunft vorbereitet - das zeigt eine neue Studie der WHU Otto Beisheim School of Management. Insbesondere das schwache Abschneiden bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris habe bei vielen Experten den Eindruck verstärkt, dass tiefgreifende Veränderungen notwendig seien. Alexandra Büchling, Co-Autorin der Studie, sagte im Deutschlandfunk: "Wenn sich jetzt nichts ändert, wird es weiter abwärts gehen."
Ein Kernproblem sei der Mangel an hauptamtlichen Fachkräften in den Verbänden. Im internationalen Vergleich hinke der deutsche Spitzensport bei der Professionalisierung hinterher, so Sportwissenschaftlerin Büchling. In Deutschland werde dagegen noch stark auf ehrenamtliche Strukturen gesetzt.
Zudem sei der Sport zu abhängig von staatlicher Förderung. Eine stärkere Einbindung von Sponsoren - vor allem aus dem Mittelstand - könne helfen, langfristig mehr finanzielle Sicherheit und Wachstum zu schaffen.
Diese Nachricht wurde am 31.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.