04. April 2025
Die Wirtschaftspresseschau

Auch die Wirtschaftskommentare beschäftigen sich mit den von US-Präsident Trump angekündigten Zöllen.

US-Präsident Donald Trump im Anzug mit roter Krawatte im Weißen Haus am Schreibtisch. Hinter ihm eine US-Flagge. Er gestikuliert gut gelaunt mit einer Hand.
US-Präsident Donald Trump hat ein umfangreiches Zollpaket angekündigt - das ist ein Thema in den Kommentaren (Archivbild). (picture alliance / Sipa USA)
Die BÖRSEN-ZEITUNG verweist auf die Folgen für Firmen wie etwa Apple oder Adidas:
"Der Kollateralschaden in beiden Branchen ist so unmittelbar greifbar, dass die Aktien der Unternehmen wenig überraschend ad hoc große Verluste verzeichnen. Schließlich liegt auf der Hand, dass weder Tech- noch Textilhersteller – selbst längerfristig – die Möglichkeit haben, den Handelshemmnissen durch eine Rückverlagerung der Produktion in die USA zu begegnen. Dasselbe gilt für Einzelhändler, die die US-Verbraucher bisher mit weiteren kostengünstigen Konsumgütern versorgen, die in Asien produziert werden."
Die WIRTSCHAFTSWOCHE betont, es reiche nicht aus, wenn die Europäische Union als Reaktion massive Gegenzölle vorbereite:
"Was Trump und seine politische Entourage in bemerkenswerter Ignoranz ausblenden, muss in Europa zum Leitbild der künftigen Außenwirtschaftspolitik werden: Angesichts des Zollkriegs mit Amerika brauchen wir eine neue europäische Freihandelsoffensive – mit so vielen Handelsabkommen wie nur möglich. Potenzielle Partner gibt es genug. Doch bislang bremst nicht nur der EU-Agrarprotektionismus den Fortgang der Gespräche. Kritiker monieren zudem einen 'Werteimperialismus' der Europäer, die den Schwellenländern in Handelsabkommen zugleich bestimmte Sozial- und Umweltstandards diktieren wollen – was diese als übergriffig empfinden."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG geht ein auf die Quartalszahlen des US-Elektroautobauers Tesla:
"Von Januar bis März verkaufte das Unternehmen weltweit 13 Prozent weniger Fahrzeuge, damit wurden so wenige Autos ausgeliefert wie seit dem Frühjahr 2022 nicht mehr. Die Lage ist damit schlimmer, als Experten erwartet hatten. Fest steht: Tesla, und damit auch Elon Musk, ist entzaubert. Und daran hat der Milliardär selbst, der Tesla in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hatte, einen erheblichen Anteil."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG glaubt mit Blick auf den Firmenchef:
"Mit seiner Positionierung am rechten politischen Rand nimmt es Musk in Kauf, Teslas Kernklientel zu brüskieren. Einst stolze Tesla-Fahrer distanzieren sich mit Aufklebern von ihren eigenen Autos. Auf der ganzen Welt demonstrieren Menschen vor Tesla-Geschäften. Jenseits von Musks politischem Engagement verliert Tesla auch Kunden, weil die Produktpalette veraltet ist. Auch dafür trägt Musk die Verantwortung."