Erst große Erfolge wie zuletzt der Finalsieg beim WTA-Turnier Ende April 2017 in Stuttgart - dann der Schock: Kreuzbandriss. Kurz vor den French Open. Doch Laura Siegemund lässt sich nicht unterkriegen. "Ich versuche, so schnell wie möglich wieder fit zu werden", sagte sie im DLF-Sportgespräch - jedoch ohne sich allzu viel Druck zu machen. Denn dass zu viel Druck kontraproduktiv ist, weiß Siegemund aus eigener Erfahrung.
Nach Pause vom Profisport gestärkt zurückgekehrt
Nach großen Erfolgen als Jugendliche hatte die Schwäbin Laura Siegemund zwischenzeitlich eine Pause vom Profitennis eingelegt - und Psychologie studiert. Thema ihrer Bachelorarbeit: "Versagen unter Druck". Seit ihrer Rückkehr in den Profisport sehe sie vieles lockerer, sagt die heute 29-Jährige.
In schwierigen Situationen im Match beispielsweise versuche sie sich "voll aufs Spiel zu konzentrieren - und die Gedanken an mögliche Folgen auszublenden", erzählt Siegemund im DLF-Sportgespräch. Wer gut "im Moment bleiben" könne, sei in solchen Fällen im Vorteil. Wie das echte Leben bestehe auch ein Tennismatch aus Hochs und Tiefs, für die man die geeigneten Lösungsansätze finden müsse.
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