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Die Helfer seien unter schwierigsten Bedingungen mit Rettungsbooten im Einsatz, um die Bewohner aus überschwemmten Dörfern nahe der Stadt Karditsa in Sicherheit zu bringen. Hubschrauber konnten demnach teilweise wegen heftiger Gewitter nicht fliegen.
"Nie zuvor erlebtes Wetterphänomen"
Die Regierung sprach von einem nie zuvor erlebten Wetterphänomen. Einige Regionen verzeichneten innerhalb eines Tages 800 Liter Regen pro Quadratmeter. Eine solche Menge wurde seit Beginn der Aufzeichnungen vor 68 Jahren zuvor noch nie gemessen.
Die Zahl der Toten stieg in Griechenland auf vier, mehrere Menschen werden noch vermisst. In den Nachbarländern Bulgarien und der Türkei kamen nach bisherigen Angaben mindestens 14 Menschen bei den Überflutungen ums Leben.
Weiterer Toter in der Türkei
Im ebenfalls stark betroffenen Westen der Türkei stiegt die Zahl der Toten auf acht.
In der Provinz Kirklareli sei die Leiche eines Mannes aus seinem Auto geborgen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Nach Angaben des türkischen Innenministeriums ist die Suche nach Vermissten damit abgeschlossen. Kirklareli liegt in der Grenzregion zu Bulgarien und Griechenland, die in den vergangenen Tagen besonders schwer von Unwettern getroffen wurde.
In der Provinz Kirklareli sei die Leiche eines Mannes aus seinem Auto geborgen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Nach Angaben des türkischen Innenministeriums ist die Suche nach Vermissten damit abgeschlossen. Kirklareli liegt in der Grenzregion zu Bulgarien und Griechenland, die in den vergangenen Tagen besonders schwer von Unwettern getroffen wurde.
Lage in Bulgarien entspannt sich
Die Lage an der bulgarischen Schwarzmeerküste entspannte sich. Wie Ministerpräsident Denkow erklärte, gibt es keine Hinweise darauf, dass sich noch Menschen in akuten Notsituationen befinden. Urlauber könnten nun mit Hilfe der Verkehrspolizei die Rückreise antreten. In der betroffenen Region hat es seit gestern nicht mehr geregnet. Zuvor hatten Wassermassen Häuser verwüstet und mehrere Brücken zum Einsturz gebracht.
Europäische Grüne fordern mehr Hilfsgelder
Der Sprecher der Grünen im Europa-Parlament, Andresen, forderte angesichts des Ausmaßes der Katastrophe mehr Geld für schnelle Hilfe. Er sagte im Deutschlandfunk, der EU-Hilfsfonds von derzeit 2,1 Milliarden Euro müsse um mindestens drei Milliarden aufgestockt werden. Außerdem müsse es möglich sein, die Hilfen zügiger und flexibler einzusetzen. Der Grünen-Politiker betonte, die EU müsse sich auf die häufiger werdenden klimabedingten Katastrophen vorbereiten. Die bisherigen EU-Töpfe seien seit Jahren zu gering ausgestattet.
Diese Nachricht wurde am 07.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.