
Darüber hinaus zeigen die Recherchen: In der Jury sind Personen aus einigen EU-Staaten deutlich stärker repräsentiert als aus anderen: Während Personen aus Österreich 56-mal an einer Kulturhauptstadt-Entscheidung beteiligt waren, haben Ungarinnen und Ungarn nur zweimal mit abgestimmt. Den Vorsitz der europäischen Expertenjury hatten seit 2001 zu zwei Dritteln Männer inne; nur ein Drittel war weiblich. Die bis heute meisten Entscheidungen wurden unter einem britischen Vorsitzenden getroffen.
Für die Analyse mit datenjournalistischen Methoden hat das Rechercheteam insgesamt 44 Auswahlberichte der Jury für die Kulturhauptstädte der Jahre 2005 bis 2029 ausgewertet. Weitere Namen und Daten stammen aus über 160 Bewerbungsbüchern der Kandidatenstädte.
Kulturhauptstädte Europas - Kleiner Zirkel, großer Einfluss
Diese Nachricht wurde am 02.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.