Auch nach Gewaltverzicht
Bundesinnenministerium hält an Einstufung von PKK als Terrororganisation fest

Das Bundesinnenministerium hält trotz des erklärten Gewaltverzichts der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans - PKK - vorerst an deren Einstufung als Terrororganisation fest.

    Im Vordergrund viele Polizisten mit weißen Helmen. Dahinter die Demonstranten mit vielen gelben Fahnen, auf denen Öcalan zu sehen ist.
    Von Polizisten begleitete Demonstration von PKK-Anhängern in Düsseldorf (Archivbild). (dpa-Bildfunk / Marcel Kusch)
    Ein Ministeriumssprecher sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es bestehe im Moment noch kein Anlass für eine Neubewertung. Er verwies auf eine logistische und finanzielle Unterstützung der PKK durch ihre etwa 14.500 Anhänger in der Bundesrepublik. Diese rekrutierten auch junge Menschen für den bewaffneten Kampf im Ausland. Darüber dürfe der strategische Gewaltverzicht der Organisation nicht hinwegtäuschen.
    In der Türkei hatte die PKK am Samstag eine sofortige Waffenruhe verkündet und war damit einem Aufruf ihres inhaftierten Anführers Öcalan gefolgt. Der türkische Präsident Erdogan hatte gestern die baldige Entwaffnung der Organisation verlangt. Ansonsten werde die türkische Armee den Kampf gegen die PKK fortsetzen, sagte Erdogan in Istanbul.
    Diese Nachricht wurde am 02.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.