Neuwahlen
Esken hält CDU-Brandmauer zur AfD für brüchig

Die SPD-Ko-Vorsitzende Esken schließt ein Umfallen der CDU bei der von ihr propagierten Brandmauer gegenüber der AfD nicht aus.

    Saskia Esken, Vorsitzende der SPD, äußert sich bei einer Pressekonferenz.
    Saskia Esken glaubt zwar an die Standhaftigkeit von Merz, nicht aber an die der CDU insgesamt. (Bernd von Jutrczenka/dpa)
    Esken sagte im ARD-Fernsehen, der CDU-Vorsitzende Merz habe eine Zusammenarbeit mit der AfD klar ausgeschlossen und auch mit seiner Person verbunden. Für andere Personen in der CDU gelte das aber möglicherweise nicht.
    Auch in einigen Landesverbänden der CDU herrschten andere Tendenzen. 
    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff von der CDU schloss eine Regierungsbeteiligung der AfD dagegen grundsätzlich aus. Der Gründungsmythos der Christlich Demokratischen Union habe genau in dieser Brandmauer bestanden. Dies sei die Konsequenz aus dem NS-Regime und der Weimarer Republik gewesen.
    FDP-Parteichef Lindner plädierte dafür, die Sprache der AfD nicht zu übernehmen. Lindner sagte dem "Tagesspiegel", man dürfe nicht so sprechen wie die AfD, und man dürfe ihre einfachen, aber falschen Lösungen nicht übernehmen. Der FDP-Vorsitzende schränkte allerdings ein, er halte nichts davon, Themen zu meiden, die die Menschen beschäftigten.
    Diese Nachricht wurde am 13.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.