Gewalt im Ostkongo
EU verhängt Sanktionen gegen Ruanda

Wegen der Unterstützung von Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo hat die Europäische Union Sanktionen gegen Ruanda verhängt.

    Goma: Menschen, die durch die Kämpfe zwischen M23-Rebellen und Regierungssoldaten vertrieben wurden, verlassen das Lager.
    In der Demokratischen Republik Kongo bekämpfen sich Regierungsarmee und Rebellen der M23-Miliz. Leidtragende sind Zivilisten. (Moses Sawasawa / AP / dpa / Moses Sawasawa)
    Die Strafmaßnahmen gegen das ostafrikanische Land betreffen unter anderem drei Generäle der ruandischen Armee und den Leiter der dortigen Rohstoffbehörde. Die EU-Länder erklärten, Ruanda verletze die territoriale Integrität des Kongos und trage zu einem bewaffneten Konflikt und der Instabilität in der Region bei. Auch mehrere hochrangige Mitglieder der kongolesischen Rebellengruppe M23 wurden mit Sanktionen belegt.
    Ruanda steht im Verdacht, die M23-Miliz im Kampf gegen die kongolesische Regierungsarmee zu unterstützen. Die ruandische Regierung brach als Reaktion auf den EU-Beschluss die diplomatischen Beziehungen zur einstigen Kolonialmacht Belgien ab. Sie warf Belgien vor, systematisch gegen Ruanda mobilisiert zu haben.

    In Kürze Verhandlungen

    In der angolanischen Hauptstadt Luanda sollen in Kürze Friedensverhandlungen zwischen der kongolesischen Regierung und der M23-Miliz beginnen. Beide Seiten bestätigten die Aussendung von Delegationen.
    Die Rebellen hatten in den vergangenen Monaten große Gebiete im Ostkongo eingenommen, darunter die Provinzhauptstädte Goma und Bukavu. In dem Konflikt geht es um politische Macht und die Kontrolle über Rohstoffvorkommen. Infolge der Kämpfe wurden mehr als 7.000 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben.
    Diese Nachricht wurde am 17.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.