Koalitionsverhandlungen
Forderungen nach großen Reformen unter anderem bei Bürokratie und Bundeswehr

Angesichts der fortschreitenden Koalitionsverhandlungen von Union und SPD mehren sich die Forderungen nach großen Reformen.

    Rainer Dulger, Präsident Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände spricht vor verschwommenen Hintergrund. Er hält ein Mikrofon in der rechten Hand, die linke ist geöffnet.
    Der Präsident Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Rainer Dulger (picture alliance/dpa)
    Arbeitgeberpräsident Dulger sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Gespräche seien noch viel zu sehr vom Klein-Klein geprägt. Die Verhandler müssten groß denken. Er sei sich nicht sicher, ob die Dramatik jedem klar sei. Man brauche Bürokratieabbau, müsse die Sozialsysteme reformieren und brauche wieder mehr Netto vom Brutto in den Lohntüten der Beschäftigten. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Wüstner, verwies zudem auf einen dringenden Personalbedarf der Bundeswehr. Diese werde implodieren, wenn in den nächsten Jahren kein signifikanter personeller Aufwuchs gelinge. Die Herausforderung sei noch nicht erkannt und deshalb nicht im Entwurf des Koalitionsvertrags benannt worden.
    In Berlin setzen die Spitzen von Union und SPD ihre Koalitionsverhandlungen heute fort. CDU-Bundesvize Prien sagte am Morgen, angesichts des Handelskriegs, den man jetzt erlebe, sei für die Union die Frage der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft von großer Bedeutung.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.