
VfL-Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking kämpfte auf der Pressekonferenz mit den Tränen, vor dem Wolfsburger Stadion legen Fans Blumen nieder und zünden Kerzen an. Die Trauer um Junior Malanda, der bei einem Autounfall am 10. Januar tödlich verunglückt ist, ist groß. Der Wagen, auf dessen Rückbank der 20-jährige Fußballspieler gesessen hatte, war von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt - Malanda verstarb noch an der Unfallstelle, zwei Begleiter des Belgiers wurden schwer verletzt.
Trainingslager mit psychologischer Betreuung
Trotzdem haben Mannschaft und Verantwortliche beim VfL Wolfsburg entschieden, wie geplant ins Trainingslager nach Südafrika zu fahren. Eine Entscheidung, die im Sinne des Verstorbenen gewesen wäre, glaubt VfL-Manager Klaus Allofs. Junior Malanda habe den Erfolg gewollt, sagte Allofs auf einer Pressekonferenz in Wolfsburg: "Er wollte mit uns große sportliche Ziele erreichen." Im Trainingslager stehe psychologische Betreuung bereit.
"Ruhe in Frieden"
Auch Fußballspieler, Trainer und Manager anderer Bundesliga-Vereine trauern um den 20-jährigen belgischen Nationalspieler und sprechen seinen Angehörigen ihre Anteilnahme aus. Auch die sozialen Netzwerke sind voll von Beileidsbekundungen - nicht nur von Fans des VfL Wolfsburg. Besonders bewegend verabschiedete sich Junior Malandas Mannschaftskollege Luiz Gustavo: "Es war mir eine Ehre, an seiner Seite zu sein. Ruhe in Frieden."