
Die Vorsitzende Richterin setzte deshalb einen Kammertermin für den 19. Juni an. Der Stürmer selbst erschien nicht vor Ort. El Ghazi klagt gegen die fristlose Kündigung seines Vertrags. Dieser läuft bis zum 30. Juni 2024 und verlängert sich im Fall des Klassenerhalts des FSV Mainz 05 um ein Jahr. In dem juristischen Streit geht es unter anderem auch um Monatsgehälter und Rückzahlungen.
Der Kündigung El Ghazis vorausgegangen war eine Suspendierung und Abmahnung. Ausgangspunkt war ein Social-Media-Beitrag des in den Niederlanden geborenen Marokkaners von Mitte Oktober. Nach dem Angriff von Hamas-Terroristen auf Israel am 7. Oktober hatte El Ghazi in einem dann wieder gelöschten Instagram-Post geschrieben: "Vom Fluss bis zum Meer, Palästina wird frei sein." Nach einem Gespräch mit dem Verein, in dem sich der Profi einer Mitteilung zufolge von seinen Äußerungen distanziert hatte, durfte er kurzzeitig in den Kader zurückkehren. Die Darstellung, er sei von seinem Beitrag abgerückt, dementierte El Ghazi dann überraschend.
Nach Angaben etwa der Amadeu-Antonio-Stiftung stellt die Parole, die häufig im Rahmen von propalästinensischen Demonstrationen gerufen werde, das Existenzrecht Israels in Frage. Die Behauptung, erst wenn der gesamte israelische Staat verschwunden sei, könne Palästina frei sein, delegitimiere Israel.