
Der Vorsitzende Gassen sagte im Deutschlandfunk, der medizinische Fortschritt sei gigantisch, jeder wolle davon profitieren. Es könne auf Dauer nicht billiger werden. Deshalb seien sozial abgepufferte Selbstbeteiligungselemente sinnvoll. Die Alternative sei, dass man priorisieren müsse und etwa ab einem gewissen Alter einige Operationen nicht mehr durchführe. Das in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD vorgeschlagene verpflichtende Primärarztsystem zur Reduzierung von Arztkontakten sieht Gassen skeptisch. Wenn alle erstmal zum Hausarzt liefen, würde das einen neuen Flaschenhals kreieren. Stattdessen könnte der Bereitsschaftsdienst unter der Nummer 116117 Menschen zum richtigen Arzt leiten. Ferner warb er für Strafzahlungen bei nicht eingehaltenen Arztterminen.
Bei den Koalitionsverhandlungen sollen sich heute zunächst wieder Unterarbeitsgruppen um die strittigen Themen kümmern. Gestern hatte die Hauptverhandlungsgruppe getagt.
Diese Nachricht wurde am 01.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.