Anlasslose Personenüberprüfungen
Grenzkontrollen wegen irregulärer Migration: Polizeibeauftragter Grötsch registriert Anstieg bei Racial Profiling

Seit Einführung stationärer Grenzkontrollen gibt es vermehrt Beschwerden wegen anlassloser Überprüfungen aufgrund äußerlicher Körpermerkmale - sogenanntem "Racial Profiling".

    Uli Grötsch sitzt in einem Büro und spricht gestikulierend mit einem Gegenüber im Off.
    Uli Grötsch, Polizeibeauftragter des Bundes, beobachtet einen Anstieg beim "Racial Profiling". (Imago / Funke Foto Services / Maurizio Gambarini)
    Der Polizeibeauftragte des Bundes, Grötsch, sagte der dpa, die Zahl der Eingaben habe stark zugenommen. Grötsch führte aus, es könne nicht sein, dass Berufspendler beklagten, bei zehn von zwölf Fahrten über die Grenze nur kontrolliert zu werden, weil sie schwarz seien. Es sei seine Aufgabe, bei diesem Thema zu einem sensiblen Vorgehen der Bundespolizei beizutragen. Niemand dürfe nur deshalb kontrolliert werden, weil er etwa einen Migrationshintergrund habe. Die Gründe, warum die Polizei Personen kontrolliere, müssten andere sein. In aller Regel sei das aber auch der Fall, betonte Grötsch.
    Der Bundestag hatte sein Amt im vergangenen Jahr geschaffen. Die Bundesregierung hatte die Grenzkontrollen gegen illegale Migration 2023 zunächst ausgeweitet. Inzwischen wird an allen deutschen Landgrenzen kontrolliert.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.