"Interview der Woche"
Güler (CDU): Im Wahlkampf nicht genug differenziert beim Thema Migration

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Güler rechnet bei den laufenden Koalitionsverhandlungen mit einer Einigung in der Migrationspolitik. Im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks sagte sie, viele Wähler hätten klar gemacht, dass es eine Migrationswende geben müsse. Gleichzeitig räumte sie ein, auch die CDU habe im Wahlkampf nicht differenziert genug über Migration gesprochen.

    Porträt der Politikerin Serap Güler in einer Talkshow, 2024.
    Die CDU-Bundestagsabgeordnete Serap Güler (imago / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    Güler sagte, es sei ihrer Partei nicht gelungen, zu differenzieren zwischen einerseits Flucht- und Asylpolitik und auf der anderen Seite Migration, auf die das Land angewiesen sei (PDF). Auch sei beim Thema Integration in den letzten Jahren das Glas eher halb voll als halb leer. Das sei im Wahlkampf nicht wirklich durchgedrungen. Jeder, der die Ansicht vertrete, das Thema Migration sei viel zu negativ diskutiert worden, habe sich dann bei der Linkspartei wiedergefunden. Diese Wähler seien enttäuscht gewesen von den anderen Parteien, meinte Güler. Allerdings hätten Umfragen gezeigt, dass das Thema Migration viele Menschen beschäftigt habe. Zudem habe man Anschläge zuletzt in Intensität und Kürze nacheinander erlebt. In dieser Gemengelage habe man sich befunden.
    Mit Blick auf die Koalitionsgespräche mit der SPD zeigte sich Güler optimistisch. Sie habe die Rückmeldungen auch aus den einzelnen Arbeitsgruppen, dass es viel Übereinstimmung gebe, auch beim Thema Migration. Dennoch kämen zwei unterschiedliche Parteien zusammen und auch die SPD stehe in der Verantwortung. Güler ließ zugleich erkennen, dass die CDU bereit sei, auf die SPD zuzugehen. Man habe eben keine absolute Mehrheit, sagte sie.
    Sie können das Interview der Woche hier nachhören.
    Diese Nachricht wurde am 30.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.