Welthandel
Habeck zu US-Zöllen: "Nicht Tag der Befreiung, sondern Tag der Inflation"

Nach Einschätzung des geschäftsführenden Bundeswirtschaftsministers Habeck dürften die neuen US-Zölle zum Bumerang für die Vereinigten Staaten werden.

    Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) spricht im Haus der Bundespressekonferenz auf einer Pressekonferenz.
    Bundeswirtschaftsminister Habeck (Sören Stache/dpa)
    Für die Verbraucher in den USA seien die weitreichenden Maßnahmen nicht der "Tag der Befreiung", wie Präsident Trump meinte, sondern der "Tag der Inflation", sagte der Grünen-Politiker. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sprach von einem schweren Schlag für die Weltwirtschaft. Falls Verhandlungen keinen Erfolg hätten, werde Europa Maßnahmen ergreifen, um seine Interessen zu schützen. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, der SPD-Politiker Lange, sagte im Deutschlandfunk, denkbar seien etwa Abgaben für US-Techunternehmen. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie, Große Entrup, mahnte einen kühlen Kopf an. Die USA blieben zentraler Handelspartner für Deutschland. Eine Eskalationsspirale würde den Schaden vergrößern.
    Trump hat ab Samstag neue Zölle von 10 bis 50 Prozent für Handelspartner weltweit verhängt. Importe aus der EU werden demnach mit Aufschlägen von 20 Prozent belegt.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.