Erst Topspiel gegen Dortmund, dann drei Tage später ein Duell gegen Leverkusen – das war der Plan für die SG BBM Bietigheim in der Frauen-Handball-Liga in der vergangenen Woche. Aufgrund des engen Zeitplans wurden die Corona-Tests für das Spiel gegen Leverkusen am Tag des Spiels gegen Dortmund durchgeführt.
Infizierte Spielerin steht auf dem Feld
Das Spiel gegen den ungeschlagenen BVB verliert der Tabellenzweite Bietigheim mit 28:30 und hat so kaum noch Chancen auf die Meisterschaft. Einen Tag später stellt sich heraus: Ein Test der Bietigheimerinnen ist positiv, eine infizierte Spielerin hat also am Spiel gegen Dortmund teilgenommen. Beide Teams sind seitdem in Quarantäne – und in beiden Vereinen gibt es weitere positive Tests.
Bei Bietigheim haben sich mindestens sieben Spielerinnen infiziert, manche zeigen laut Trainer Markus Gaugisch Grippesymptome. Bei Borussia Dortmund sind zwei Spielerinnen und ein Trainer infiziert.
Lautes Schreien und enge Zweikämpfe
Wo sich die Spielerinnen angesteckt haben, ist unklar. Die Umstände – große körperliche Belastung, lautes Schreien und harte Zweikämpfe – machen aber eine Ansteckung auch auf dem Spielfeld möglich.
Die Fälle haben auch Auswirkungen auf das Nationalteam, das in zwei Wochen gegen Portugal um die WM-Teilnahme spielt. Sieben Spielerinnen, die Bundestrainer Henk Groener nominiert hat, dürfen erst verspätet aus der Quarantäne zum Team stoßen - wenn sie gesund bleiben.