Wirtschaft
IW-Außenhandelsexperte Matthes: Trumps Zollpolitik gefährdet Arbeitsplätze in Deutschland

Der IW-Außenhandelsexperte Matthes sieht angesichts drohender neuer US-Zölle Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet. Matthes sagte im Deutschlandfunk, es sei zu befürchten, dass deutsche Unternehmen bei dauerhaft hohen Importabgaben Produktionen in die USA verlagerten.

    US-Präsident Donald Trump im Anzug mit roter Krawatte im Weißen Haus am Schreibtisch. Hinter ihm eine US-Flagge. Er gestikuliert gut gelaunt mit einer Hand.
    US-Präsident Donald Trump wird am Abend weitere Zölle ankündigen. (picture alliance / Sipa USA)
    Besonders schädlich für Deutschlands Wirtschaft seien US-Zölle auf Autos und Pharmaprodukte, betonte der Experte des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft. Matthes erklärte zudem, Trumps Zollpolitik werde langfristig auch negative Folgen für die Menschen in den USA haben. So würden dort etwa Autos teurer. Auch bestehe die Gefahr, dass wichtige Medikamente aus dem Ausland künftig nicht mehr in den USA zu kaufen seien.
    Trump will am Abend umfassende Zollbestimmungen bekanntgeben. Er beklagt, dass viele Länder bislang höhere Zölle verlangen als die Vereinigten Staaten. Die EU-Kommission rechnet unter anderem mit Sonderabgaben auf die Einfuhr von Halbleitern, Pharmazeutika und Holz. Ab Donnerstag treten in den USA außerdem Aufschläge auf Auto-Importe in Kraft.

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    Diese Nachricht wurde am 03.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.