Zumindest haben die Astronomen in einem Fall beobachtet, wie ein solcher Stern mit 25-facher Sonnenmasse offenbar ohne ein solch spektakuläres Ereignis von der Bühne abgetreten ist.
In der rund 22 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie NGC 6946 im Sternbild Kepheus bemerkten sie vor acht Jahren einen Stern, der langsam heller wurde.
Fünf Jahre später fanden sie ihn nicht mehr. Auch eine Suche mit dem Hubble-Weltraumteleskop blieb erfolglos.
Um sicher zu sein, dass sich der Stern nicht nur hinter einer dunklen Gas- und Staubwolke verbarg, richteten sie auch das Spitzer-Infrarot-Teleskop auf diese Stelle: Langwellige Infrarotstrahlung kann solche lichtabsorbierenden Dunkelwolken durchdringen.
Doch auch dieser Erklärungsansatz erwies sich als falsch. So blieb nur die Einsicht, dass der Stern nach einem anfänglichen Helligkeitsanstieg ohne finale Supernova zu einem Schwarzen Loch kollabiert ist.
Das spräche dafür, dass der zuletzt zu einem Roten Überriesen aufgeblähte Stern zunächst seine äußere Hülle abgeblasen hat, was zu dem beobachteten langsamen Helligkeitsanstieg führte.
Warum der zeitgleiche Kollaps ohne Supernova-Explosion ablief, ist noch unklar. Dabei kommt den Astronomen dieser direkte Weg zum Schwarzen Loch durchaus gelegen, weil sie so die Entstehung massereicher Schwarzer Löcher viel besser erklären können.