
Es gehe um eine Abkehr der USA von der regelbasierten globalen Handelsordnung, so Müller weiter. Dieser Protektionismus werde nur Verlierer produzieren. Die zu erwartenden negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum würden auch Arbeitsplätze betreffen.
Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie, Große Entrup, sagte, es gelte nun, einen kühlen Kopf zu bewahren. Die USA blieben ein zentraler Handelspartner für Deutschland. Eine Eskalationsspirale würde den Schaden nur vergrößern.
Mögliche Produktionsverlagerung in USA
Bereits vor der konkreten Ankündigung Trumps hatte sich der IW-Außenhandelsexperte Matthes besorgt über Auswirkungen auf Arbeitsplätze in Deutschland geäußert. Es sei zu befürchten, dass deutsche Unternehmen bei dauerhaft hohen Importabgaben Produktionen in die USA verlagerten, sagte Matthes im Deutschlandfunk.
Besonders schädlich für Deutschlands Wirtschaft seien US-Zölle auf Autos und Pharmaprodukte, betonte der Experte des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft. Langfristig werde Trumps Zollpolitik auch negative Folgen für die Menschen in den USA haben. So würden dort etwa Autos teurer. Auch bestehe die Gefahr, dass wichtige Medikamente aus dem Ausland künftig nicht mehr in den USA zu kaufen seien.
Globaler Handel - Forderungen nach entschiedener Reaktion auf neue US-Sonderzölle
”Liberation day”? – Trump kündigt neue Zölle auf ausländische Warenan
Dlf-Wirtschaftsgespräch: Neue US-Zölle – Folgen für die deutsche Wirtschaft (Audio)
Diese Nachricht wurde am 03.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.