Zentrum für politische Schönheit
Künstlerkollektiv wirbt mit Gefangenentransporter für AfD-Verbot

Das Kollektiv "Zentrum für politische Schönheit" will mit einem ehemaligen Gefangenentransporter durch Deutschland reisen und für ein AfD-Verbotsverfahren werben. Angesteuert werden sollen unter anderem Wahlkampfveranstaltungen.

    Vor dem Brandenburger Tor steht ein ehemaliger Gefangenentransporter.
    Zur Unterstützung eines AfD-Verbots schickt das "Zentrum für politische Schönheit" einen ehemaligen Gefangenentransporter auf Deutschland-Reise. (Bernd von Jutrczenka / dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Die Aktivisten stellten das zu einem Reisebus umgerüstete Fahrzeug am Freitag vor dem Brandenburger Tor vor. In den Fenstern sind Projektionen von führenden AfD-Politikern zu sehen. Über Lautsprecher sollen zudem Zitate abgespielt werden.
    Erste Station der Protesaktion sei der AfD-Bundesparteitag am Samstag im sächsischen Riesa, teilten die Aktivisten mit. Finanziert wird das Projekt den Angaben zufolge von mehr als 6.000 Spendern über eine Crowdfunding-Kampagne.

    "Zentrum für politische Schönheit" bekannt für umstrittene Aktionen

    Das "Zentrum für politische Schönheit" ist für spektakuläre und teils umstrittene Aktionen bekannt. So errichteten die Aktionskünstler 2017 neben dem Wohnhaus des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke ein Holocaust-Mahnmal. 2015 legten sie in Berliner Parks und auf Grünflächen symbolische Gräber für im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge an.

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    Diese Nachricht wurde am 10.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.