Österreich
Kulturszene begrüßt die kulturpolitischen Vorhaben der neuen Regierungskoalition - aber auch Skepsis wegen Finanzierung

In Östereich haben Organisationen und Verbände die kulturpolitischen Vorhaben der künftigen Reigerungkoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos begrüßt. "IG Kultur Österreich" etwa nennt als Beispiele einen niederschwelligen Zugang zu Kulturangeboten, eine faire Bezahlung oder die Anerkennung der Clubkultur. Es gibt aber auch Kritik.

    SPÖ-Chef Andreas Babler, ÖVP-Chef Christian Stocker und Neos-Bundesparteichefin Beate Meinl-Reisinger präsentieren Papiere.
    Im Regierungsprogramm des neuen Dreierbündnisses in Österreich stehen auch etliche kulturpolitische Vorhaben. (picture alliance / Hans Klaus Techt / APA / picturedesk)
    Das Regierungsprogramm zeige, dass sich die Koalitionspartner der Herausforderungen im Kulturbereich durchaus bewusst seien, erklärte die Geschäftsführerin von IG Kultur Österreich, Gimpel. Sie kritisierte jedoch ein fehlendes Bekenntnis der Parteien zur finanziellen Absicherung freier Kunst und Kultur.
    "IG Freie Theaterarbeit" mahnte: "Sollte es zu Kürzungen bei Kunst und Kultur kommen, wird dies vor allem die freie Szene treffen". Der Verband forderte die künftige Regierung auf, die Budgets für die freie Szene abzusichern. Die Künstler:innen und Kulturschaffenden bräuchten Sicherheit, um arbeiten und leben zu können, betonte IGFT-Geschäftsführerin Kuner.
    In Österreich hatten zuvor die inzwischen gescheiterten Koalitionsverhandlungen mit der Aussicht auf eine Regierung unter Führung der rechtspopulistischen FPÖ auch in der Kulturszene Proteste ausgelöst. Unter anderem Literaturnobelpreisträgerin Jelinek warnte in einem offenen Brief, neben kritischen Medien würden auch Kunst und Kultur zu den "seit 30 Jahren gepflegten Feindbildern der FPÖ" gehören.
    Diese Nachricht wurde am 28.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.