Niedersachsen
Landesregierung beschließt temporären Einstieg bei Meyer Werft

Die niedersächsische Landesregierung hat den Einstieg bei der kriselnden Meyer Werft beschlossen.

    Papenburg: Die Meyer Werft an der Ems
    Die niedersächsische Landesregierung will 40 Prozent der Meyer Werft kaufen. (Archivbild) (Sina Schuldt / dpa / Sina Schuldt)
    Sie will für 200 Millionen Euro 40 Prozent der Anteile an der Werft kaufen, wie die Staatskanzlei in Hannover mitteilte. Der Bund hatte angekündigt, in gleichem Umfang bei dem Unternehmen einzusteigen. Dazu wollen beide Seiten eine Bürgschaft in Höhe von etwas mehr als einer Milliarde Euro gewähren, um die Werft für die kommenden Jahre abzusichern. Ein permanenter Einstieg des Staates sei nicht geplant, hieß es.
    Nach dem Beschluss im Kabinett fehlt noch die Zustimmung des Haushaltsausschusses im Landtag. Niedersachsens Finanzminister Heere betonte, die Werft sei ein industrielles Schlüsselunternehmen, das tausende Arbeitsplätze sichere. Deshalb sei unumgänglich, das Unternehmen zu unterstützen.
    Die Meyer Werft hat volle Auftragsbücher, leidet aber vor allem unter den gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen. Ein Großteil des Kaufpreises für ein Schiff wird erst bei Ablieferung gezahlt.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.