
Nach Behördenangaben gingen allein in Madrid 15.000 und in Barcelona 12.000 Menschen auf die Straßen. Die Organisatoren sprachen von jeweils mehr als 100.000 Demonstranten. Aufgerufen zu den Protesten hatten mehrere Mieterorganisationen mit Unterstützung der Gewerkschaften. Durch den Wohnungsmangel in Spanien müssen die Menschen oft mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Miete aufbringen. Der Massentourismus verschärft die Lage zusätzlich: Auf den Balearen-Inseln stiegen die Mieten nach Angaben einer Immobilienagentur in den vergangenen zehn Jahren um fast 160 Prozent.
Um die Mietkosten auf höchstens 30 Prozent des jeweils verfügbaren Einkommens zu drücken, fehlen nach Berechnungen eines Beratungsunternehmens etwa 3,5 Millionen Wohnungen in Spanien. Die Organisatoren der Demonstrationen fordern eine Eindämmung von Immobilienspekulation, mehr sozialen Wohnungsbau, ein Ende der Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen sowie Mietsenkungen.
Diese Nachricht wurde am 06.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.