Nach Eklat in Bundesliga
Leipziger Polizei ermittelt gegen georgischen Judo-Sportler Akaki Japaridze

Nach dem Eklat am letzten Kampftag der Judo-Bundesliga droht dem Georgier Akaki Japaridze ein juristisches Nachspiel. Wie die Leipziger Polizei bestätigte, ist gegen den 24-Jährigen aus dem Team des JC Leipzig eine Anzeige eingegangen. Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung laufen.

    Judoka Timo Cavelius bei einem Wettkampf. Er trägt einen blauen Anzug.
    Cavelius ging mit der Faust auf den deutschen Judoka Timo Cavelius (Bild von 2023) los. (picture alliance / DPPI media / STEPHANE ALLAMAN)
    Japaridze war am vergangenen Samstag in der Begegnung mit Serienmeister TSV Abensberg nach einer Niederlage gegen den deutschen Olympia-Starter Timo Cavelius mit der Faust auf seinen Gegner losgegangen. Cavelius, so zeigt es ein Video, hatte zuvor dicht vor Japaridze gejubelt, was der Georgier offenbar als Provokation auffasste und Anlass zum Angriff nahm. Japaridze schlug mehrfach auf Cavelius ein. Dieser verlor zwei Zähne und wurde bereits wegen eines Kieferbruchs operiert. Es wird davon ausgegangen, dass er die Weltmeisterschaft im Oktober in Baku verpassen wird. Der Deutsche Judo-Bund verurteilte den Vorfall und kündigte an, die internationalen Verbände einschalten zu wollen. Die Leipziger Vereinsführung entschuldigte sich umgehend und zeigte sich schockiert.
    Japaridze hat Deutschland Berichten zufolge bereits in Richtung seiner Heimat verlassen, die Polizei soll ihn nicht mehr angetroffen haben. Der Georgier hatte im März beim Grand Slam in der georgischen Hauptstadt Baku Platz fünf belegt.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.