USA
Liberale Kandidatin Susan Crawford gewinnt Richterwahl in Wisconsin - Niederlage für Trump und Musk

Bei der landesweit beachteten Wahl zur Nachbesetzung eines wichtigen Postens am Obersten Gerichtshof im US-Bundesstaat Wisconsin hat sich nach übereinstimmenden Medienberichten die von den Demokraten unterstützte Kandidatin Susan Crawford durchgesetzt. Sie schlug den von Präsident Trump und seinem Berater Musk unterstützten konservativen Kandidaten Brad Schimel.

    Die US-Richterin Susan Crawford steht an einem Rednerpult. Sie lächel und winkt.
    Die liberale Kandidatin für den Obersten Gerichtshof von Wisconsin, Susan Crawford, nach ihrem Wahlsieg. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Kayla Wolf)
    Die Wahl in Wisconsin hatte insbesondere deshalb Bedeutung, weil es um die Mehrheit am Obersten Gerichtshof des Bundesstaats ging. Er bleibt nun mit einem Verhältnis von 4 zu 3 liberal geprägt. Die sieben Richter entscheiden auch in Fällen, die landesweit Bedeutung haben können - etwa bei der Zuschneidung von Wahlbezirken und Fragen des Abtreibungsrechts. Ebenso wie am Supreme Court, dem - seit Trumps erster Amtszeit konservativ geprägten - höchsten Gericht der Vereinigten Staaten, kann die politische Ausrichtung der Richter gerade bei knappen Mehrheitsentscheidungen eine wichtige Rolle spielen.
    Der inzwischen zu immensem Einfluss gelangte Tech-Milliardär Musk hatte die Abstimmung in Wisconsin zur Schicksalswahl erklärt und den konservativen Kandidaten Schimel mit etwa 20 Millionen Dollar unterstützt. Mehrfach reiste er in den "Swing State" und setzte sich dort auch mit umstrittenen Geldgeschenken für den Konservativen ein.
    Die 60-jährige Crawford ist seit 2018 Richterin am Bezirksgericht von Dane County. Sie hat sich unter anderem für den Schutz von Abtreibungsrechten eingesetzt.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.