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4.000 deutsche Soldaten
Litauen begrüßt Brigade-Pläne der Bundeswehr zum Schutz vor russischer Aggression

Litauen hat die Bereitschaft Deutschlands begrüßt, eine Brigade mit rund 4.000 Bundeswehrsoldaten dauerhaft in dem baltischen Land zu stationieren.

    Litauens Präsident Gitanas Nauseda bei einem Truppenbesuch im Mai
    Litauens Präsident Nauseda: Die Rolle Deutschlands als Führungskraft sei in dieser Zeit großer Unsicherheit und Gefahr dringend erforderlich (Archivbild). (Deutschlandradio/David Ehl)
    Präsident Nauseda erklärte, man schätze die deutschen Bemühungen, zur kollektiven Verteidigung beizutragen. Außenminister Landsbergis sprach von einer starken Botschaft. Dem Deutschlandfunk teilte er mit, die Ankündigung sei zudem ein Eingeständnis, dass die Ostflanke der NATO gestärkt werden müsse.
    Verteidigungsminister Pistorius hatte bei einem Besuch in Litauen gesagt, Deutschland sei bereit, dauerhaft eine robuste Brigade zu entsenden. Voraussetzung sei unter anderem die Schaffung der notwendigen Infrastruktur. Nach Angaben des Bundeswehrverbands sorgte die Ankündigung für Erstaunen in der Truppe. Es gebe eine Menge konzeptioneller Fragen, sagte der Verbandsvorsitzende Wüstner dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
    Auf eine deutsche Brigade für Litauen zum Schutz vor russischer Aggression hatten sich beide Länder bereits vor gut einem Jahr geeinigt. Über die konkrete Umsetzung war zum Teil kontrovers diskutiert worden.
    Diese Nachricht wurde am 26.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.