Sudan
Mehr als 80 Tote nach Cholera-Ausbruch im Süden des Landes

Im Sudan sind in den vergangenen Tagen mehr als 80 Menschen an Cholera gestorben.

    Sudan, Dongola: Menschen waten durch eine vom Hochwasser überschwemmte Straße im Sudan.
    Die Cholera im Sudan breitet sich derzeit stark aus. (Abdul-Rahman Awad / XinHua / dpa / Abdul-Rahman Awad)
    Wie der Ärzteverband "Sudan Doctors Network" mitteilte, werden derzeit allein im Bundesstaat Weißer Nil im Süden des Landes fast 1.200 Patienten behandelt. Krankenhäuser seien überfüllt und es stünden nicht genügend Betten für alle Patienten zur Verfügung, hieß es. Das UNO-Kinderhilfswerk Unicef wies darauf hin, dass die Epidemie Minderjährige besonders gefährde. Etwa 500 Kinder seien in dem Bundesstaat des nordostafrikanischen Landes bereits erkrankt.
    Seit knapp zwei Jahren liefern sich im Sudan die Armee des Militärherrschers al-Burhan und die RSF-Miliz einen Machtkampf. Zehntausende Menschen wurden nach UNO-Angaben bei den Kämpfen getötet; mehr als elf Millionen Menschen sind auf der Flucht.
    Diese Nachricht wurde am 28.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.